In der Forschungsstelle von LETTER Stiftung finden angehende Kunsthistoriker parallel zum Universitätsstudium als Praktikanten oder Mitarbeiter die Möglichkeit zur berufsvorbereitenden Mitwirkung in vielen Bereichen des Stiftungswesens, der Forschung, Publikation und Ausstellungstätigkeit.
Hierzu zählt neben allgemeinen Geschäftsführungsaufgaben besonders die Tätigkeit in den Bereichen Sammlung und Forschung mit der angeschlossenen Bibliothek. Zur Dokumentation und Recherche entwickelte LETTER Stiftung auf Basis des Datenbankprogramms FAUST eigene Dokumentationsstrukturen, Erfassungsmasken, Thesauri, Schlagwortregister sowie Indices u.a. zu Personen und Orten. Informationen der drei Hauptdokumentationen Literatur, Kunst (Objekte) und Personalia (Künstler) werden über Referenztechnik miteinander sinnfällig verknüpft. Das FAUST-Bildarchiv erlaubt die kommentierte Verknüpfung von Bild- und Textdaten.
Die inhaltlichen Schwerpunktinteressen der Forschungsstelle betreffen ebenso wie bei Sammlung und Bibliothek im wesentlichen zwei Hauptbereiche:
Zur Bildhauerei zwischen etwa 1780 und 1930 im deutschsprachigen Raum entwickelt, betreibt und fördert LETTER Stiftung Projekte zur Erforschung monographischer Œuvres sowie einzelner Aspekte und übergreifender Betrachtungen, ferner zur Erschließung und Publikation der Bestände an Bildwerken in öffentlich-rechtlichen Instituten (Museen). Daneben stellen kunsthistorisch anspruchsvolle Untersuchungen zum Kleinrelief (Medaillen und Plaketten) im 19. und frühen 20. Jahrhundert ein allgemeines Desiderat dar.
Zur Graphik zwischen etwa 1875 und 1930, gleichfalls im deutschsprachigen Raum, ist ein verstärktes Engagement beabsichtigt. Auch hier werden eine Kooperation mit anderen Sammlungs- und Forschungsinstituten sowie eine Publikation der Ergebnisse angestrebt.
Auf Initiative von LETTER Stiftung und mit deren Förderung richtete das Museum der bildenden Künste in Leipzig 2001 das Archiv Max Klinger ein. Mittelfristig sollen hier sämtliche Korrespondenzen des Künstlers gesammelt und datenmäßig erfaßt werden. Angestrebt wird eine in Auswahl gedruckte Publikation unter Beigabe des Gesamtbestandes auf Datenträger.
Die im Rahmen der LETTER Schriften erscheinenden Veröffentlichungen erfolgen gemäß eigener redaktioneller Richtlinien. Hierbei betreut jeweils ein Mitarbeiter das gesamte Projekt von der Maßnahmen-, Termin- und Kostenplanung über die Autorenbegleitung und Redaktion bis zum Photosatz und zur Drucklegung.
Im Kontext des deutsch-niederländischen Kulturaustausches erarbeitet LETTER Stiftung gemeinsam mit Partnern sowohl in den Niederlanden wie in Deutschland gelegentlich Ausstellungsprojekte. Hierbei können wesentliche Aspekte des Ausstellungswesens vermittelt werden; die jeweils zweisprachige Publikation erfolgt in der Reihe der LETTER Schriften.
Bewerbungen um Praktikantenstellen - im Regelfall wenigstens sechs Wochen in der vorlesungsfreien Semesterzeit - sind unter Beifügung üblicher Unterlagen an LETTER Stiftung zu richten.