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Dieser Band der
LETTER Schriften bietet erstmals einen Gesamtüberblick über die
teilweise verschollenen, bislang oft unbekannten und unerforschten Werke
aus der frühen Schaffensperiode des Karlsruher Bildhauers. Sein
bekannteres Spätwerk ist das des selbstsicheren Lehrers, aber auch eines
Bildhauers der seine Formensprache nicht mehr verändert. In seinem Frühwerk
dagegen zeigt sich Gerstels Wollen, die vielversprechende Entwicklung
seiner künstlerischen Ausdrucksweise, die durch den Ersten Weltkrieg
abrupt abbrach und zu der er nicht wieder zurückfand. In der Auseinandersetzung mit Hildebrands Thesen und der Berliner Secession entwickelt Gerstel seine eigene Formensprache. Seine Kunst bleibt verhalten und zeigt sich nur wenig expressiv, wenig bewegt. Die Kriegsgefangenschaft, in die der Künstler bereits 1914 gerät, bewirkt einen tiefen Einschnitt in seinem Schaffen. Nach dem Ersten Weltkrieg wird er 1920 Professor an der Akademie der Bildenden Künste in Karlsruhe und geht völlig im Lehrerdasein auf. Die vorliegende
Arbeit bietet auf dreifache Weise Zugang zu dem Frühwerk des Bildhauers:
Der Textteil stellt die Werke in den zeitlichen Kontext. Das anschließende
Werkverzeichnis erfaßt erstmals sämtliche Bildwerke von 1899 bis 1914. Die
beiliegende CD-Rom enthält den Briefwechsel zwischen Gerstel und seiner
späteren Ehefrau Mili Plump, eindrückliche Briefe an Gerstels künftigen
Schwiegervater, Korrespondenz mit Freunden sowie Dokumente zum Wettbewerb
und zur Entstehung des Johann-Peter-Hebel Denkmals in Lörrach. |
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Adam 1910 |
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