Wer sind wir?
LETTER Stiftung steht für die Förderung von Kunst und Kultur. Die Sammlung, Erforschung, und Vermittlung von Kunst sind sowohl Aufgabe und Ziel als auch Motivation unseres Handelns.
Als gemeinnützige Stiftung privaten Rechts 1993 errichtet, nahmen wir unsere operative – mithin nur nachrangig fremdfördernde – Tätigkeit mit Beginn des Jahres 1994 auf. In Sammlung und Forschung konzentrieren wir uns auf heute wenig bis unbekannte Künstler sowie auf ikonographisch ungewöhnliche Phänomene und eher seltene Kunsttechniken. Schwerpunkte bilden die Bildhauerei zwischen etwa 1780 und 1930 sowie die Druckgraphik um 1900 des deutschsprachigen Raumes, ergänzt um Malerei aus dem 16. bis 20. Jahrhundert.
Im Dezember 2010 übertrug uns die im Jahre 1994 aus dem Familienkreis des Künstlers in München gegründete Hildebrand-Stiftung die künftige Wahrnehmung ihrer satzungsgemäßen Aufgaben. Seitdem intensivieren wir unsere Forschungen zu Leben und Wirken Adolf von Hildebrands (1847-1921).
Der Umzug von Forschungsstelle und Sammlung in ein größeres Gebäude im Jahre 2019 ermöglichte uns die Ausweitung unserer Magazine und Intensivierung der wissenschaftlichen Dokumentation. Aktuellen Anforderungen im Bereich des Schädlingsmanagements kommen wir auch durch unsere Quarantäne nach. In unserer Untersuchung nutzen wir moderne Instrumente zur kunsttechnischen Analyse, zu Vermaßung und Materialbestimmung. Auch konnten wir unsere Bibliothek nutzerfreundlich erweitern.
Welche Ziele verfolgen wir?
Die Förderung von Kunst und Kultur einschließlich der damit verbundenen Aspekte von Wissenschaft und Forschung sowie von Bildenden Künstlern und ihren Werken ist gemäß Satzung unser Stiftungszweck. Dies erreichen wir durch die Sammlung, Erhaltung und Pflege sowie die Präsentation künstlerischer Zeugnisse, ihrer wissenschaftlichen Dokumentation, Erforschung und Veröffentlichung.
Was bieten wir…
… Studenten und Wissenschaftlern?
Die Bestände unserer Präsenzbibliothek mit ihren rund 60.000 Bänden, unseres Archivs und unserer Kunstsammlung erfassen wir in der Datenbank FAUST und machen sie Forschern auf Anfrage zugänglich – im persönlichen Besuch und als Datensatz.
Als langjähriger Partner des CICS - Cologne Institute of Conservation Sciences (Institut für Restaurierungs- und Konservierungswissenschaft) bieten wir Studenten die Möglichkeit, am originalen Kunstwerk zu forschen. Zahlreiche Objekte aus unserer Sammlung konnten so in stetem Austausch mit uns konserviert und restauriert werden.
Kunsthistoriker und deren wissenschaftliche Arbeit werden durch das 1996 eingerichtete August Hoff-Stipendium für kunsthistorische Forschung gefördert. Das Stipendium stellt eine zeitlich befristete, finanzielle Unterstützung für den Abschluß eines Forschungsvorhabens dar. Daneben besteht die Möglichkeit, eine publikationsreife Arbeit – samt Redaktion gemäß unseren Publikationsrichtlinien – durch ihre Veröffentlichung im Rahmen unserer Schriftenreihe zu fördern.
Studenten der Kunstgeschichte bieten wir die Möglichkeit, neben dem Studium praktische Berufserfahrung im Rahmen fester oder freier Mitarbeit zu sammeln.
… Forschungseinrichtungen, Universitäten und Museen?
Die Kooperation mit Forschungseinrichtungen, Universitäten und Museen ist zentraler Bestandteil unseres Wirkens. Dafür stehen Objekte aus unserer Kunstsammlung als Ausstellungs- bzw. als Dauerleihgaben zur Verfügung. Eigenständig oder in Zusammenarbeit konzipieren wir Ausstellungen, die in verschiedenen Häusern gezeigt werden.
Für uns ist es essentiell, unsere Sammlung digital zugänglich zu machen. Für den Bereich der Bildhauerei konnten wir die Onlinestellung bereits realisieren. Die anderen Gattungen sollen folgen.
In der Reihe der LETTER Schriften erscheinen Veröffentlichungen vorrangig zur Bildhauerei – wozu wir die Publikation musealer Bestandskataloge initiieren und fördern – aber auch zur Graphik des 19. und frühen 20. Jahrhunderts. Oftmals bilden Dissertationen die Basis unserer Publikationen. 2026 haben wir mit unserem neuen Format, der Kleine Reihe, eine kompakte und moderne Unterreihe ins Leben gerufen.
… Künstlern?
Unsere nichtkommerzielle LETTER Presse mit allen Einrichtungen der traditionellen originalgraphischen Drucktechniken steht erfahrenen Druckgraphikern zu Arbeitsaufenthalten im Münsterland zur Verfügung.
Den Bogen in die Gegenwart schlagen wir mit dem regelmäßig im Kontext der Fellbacher Triennale Kleinplastik verliehenen Ludwig Gies-Preis für Kleinplastik. Auf der 6. Fellbacher Triennale im Jahre 1995 wurde dieser erstmals verliehen. Die Ausgezeichneten erhalten jeweils ein Preisgeld für eines ihrer Werke, das wir erwerben und der Galerie der Stadt Fellbach sowie ggf. dem Museum des jeweiligen Ausstellungskurators als Dauerleihgabe zur Verfügung stellen.