Bettina Krogemann
Das Berliner Kronprinzensilber
Ein höfisches Prunkservice zwischen Historismus und Werkbund
Anläßlich der Hochzeit des deutschen Kronprinzen entstand zwischen 1905 und 1914 in Berlin ein umfangreiches, heute in der Silberkammer von Schloß Charlottenburg bewahrtes Tafelschmuck-Ensemble. Unter Beteiligung führender deutscher Entwerfer und Bildhauer gestaltet, umfaßt es neben Gefäßen und Geräten vor allem eine Zahl silberner Kleinplastiken von August Gaul, Fritz Klimsch, Hugo Lederer, Constantin Starck, Ignatius Taschner und Ernst Wenck. Gerade diese figürlichen Tafelaufsätze spiegeln eine stilistische Umbruchsituation innerhalb der deutschen Bildhauerei ihrer Zeit kurz vor dem Ersten Weltkrieg wider.
Das Buch reflektiert auch die damalige Auffassung einer Einheit von sogenannter Freier und Angewandter Kunst, wie sie der Deutsche Werkbund vertrat.