Gerd Reichardt
Heroen der Kunst
Standbilder und Denkmale für bildende Künstler im 19. Jahrhundert
Die vorliegende Arbeit widmet sich einer besonderen Gruppe der Monumentalplastik im 19. Jahrhundert: den in Deutschland und Österreich errichteten Denkmalen für bildende Künstler. Zu den auf diese Weise Geehrten zählen, dem Zeitverständnis entsprechend, neben Malern und Bildhauern auch Architekten und Landschaftsgärtner. Vom Prototyp des deutschen Künstlerdenkmals, dem Dürer-Denkmal in Nürnberg, bis hin zum Menzel-Denkmal für die Vorhalle des Alten Museums in Berlin erschließt sich die facettenreiche Geschichte dieser Denkmalgattung, wobei differenziert wird zwischen Denkmalen im öffentlichen Raum und Standbildern, die als Teil größerer Figurenprogramme zum plastischen Schmuck von Museen oder Kunstvereinshäusern gehören.
Innerhalb eines Untersuchungszeitraumes von etwa einhundert Jahren analysiert der Autor die hier erstmals isoliert betrachtete Denkmalspezies im Hinblick auf die Frage nach den Gründen für die Denkmalsetzung, den Auftraggebern, der Bedeutung des Aufstellungsortes sowie der spezifischen Ikonographie in Abgrenzung zu anderen Denkmalgattungen. Dem ausführlichen Text schließt sich ein Katalog an, der in chronologischer Abfolge 38 Einzeldenkmale sowie sechs Standbildprogramme vorstellt.